Einige weltberühmte Champagnermarken

Für viele Menschen zählt der Champagner als das festlichste und edelste aller Getränke. Der Schaumwein wird nur aus den Trauben hergestellt, die nach strengen und festgelegten Regeln im französischen Weinbaugebiet Champagne angebaut und gelesen werden. Diese Regel gilt seit 1927 und umfasst ein 33.500 Hektar großes Anbaugebiet. Schon zu Zeiten der Römer wurde in der Region Wein angebaut und ab dem Ende des 17. Jahrhundert wurde auch schon der in der Flasche gegärte Champagner hergestellt. Für Champagner werden ausschließlich drei Rebsorten verwendet: Pinot Noir – auch Spätburgunder genannt -, den Pinot Meunier – Müllerrebe oder Schwarzriesling – und die weiße Rebsorte Chardonnay.

Die Erfinderin des „Brut“-Champagners

Heute gibt es viele renommierte Champagnerhäuser mit wichtigen und bekannten Namen und Sorten. Pommery aus Reims beispielsweise produziert seit 1856 seinen weltberühmten Champagner. Dabei verkaufte man zunächst Wolle.
Erst Louise Pommery entschied im Jahr 1860 komplett auf die Herstellung von Champagner.
Sie gilt zudem als Erfinderin des „Brut“-Champagners, der vor allem für seine trockene Note bekannt ist. Dass Pommery vor allem nach England verkaufte, wollte das Haus dem trockenen Geschmack der Engländer nachkommen. Zudem erkannte Louise auch die Bedeutung der Lagerung des Schaumweins. So nutzte sie die von den Römern in die Kreidefelsen der Umgebung geschlagenen Gänge für die Lagerung.

Zahlreiche weltberühmte Häuser in der Champagne

Ein weiteres Traditionshaus ist Piper-Heidsieck, das ebenfalls in Reims ansässig ist. Das Haus wurde schon im Jahr 1785 gegründet und zählt noch heute zu den wichtigsten und größten Champagner-Hersteller. Ebenfalls weltbekannt ist Moët & Chandon aus Épernay. Hier wird seit 1743 Champagner hergestellt. Wichtigste Marke des weltweiten Marktführers ist der Dom Pérignon. Seit 1829 stellt Bollinger aus Aÿ Champagner her. Bekannte Marken des Familienunternehmens sind Vieille Vignes Francaises, Grande Année und R.D. sowie ein Special CuvéeBollinger ist eines der letzten heute noch unabhängigen Unternehmen.

Tradition, Familie und Genuss vereint

Taittinger

Taittinger aus Reims ist 1931 aus Kellerei Forest & Fourneaux, entstanden. Die Kellerei in Reims gab es schon seit dem Jahr 1734. Genau wie Bolinger ist Taittinger noch ein reines Familienunternehmen. Dabei war das für kurze Zeit nicht. Nach Erbstreitereien im Jahr 2005 musste die Familie die Champagnerproduktion sowie zahlreiche Hotels – wie beispielsweise das legendäre Hôtel de Crillon in Paris – an die US-amerikanische Aktiengesellschaft Starwood verkaufen. Doch Pierre-Emmanuel Taittinger kaufte mithilfe eines Millionenkredits das Haus zurück und brachte es somit wieder in Familienbesitz. Heute ist seine Tochter Vitalie Firmenchefin. Mit 288 Hektar ist es das größte Gut in der Champagne. Insgesamt werden sieben verschiedene Champagner-Sorten, wie beispielsweise der Brut RéserveComtes de Champagne Blanc de Blancs oder Comtes de Champagne Rosé, hergestellt. Ein Charakterzug der Champagner-Sorten des renommierten Hauses ist der hohe Anteil von Chardonnay in allen Cuvées.

 

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Fotograf – Panama