So beruhigen Sie Ihren Darm

Die im Körper am häufigsten vorhandene freie Aminosäure ist das L-Glutamin. Es wird vom Körper auch selbst produziert, am meisten von der Skelettmuskulatur. Da es in den meisten Stoffwechselprozessen mit involviert ist, spielt es eine sehr große Rolle. Studien haben bewiesen, dass bei einem Mangel an L-Glutamin die Wundheilung, das Immunsystem und viele andere wichtige Aspekte im Körper beeinträchtigt werden. So sind beispielsweise auch die sich schnellteilenden Zellen in der Schleimhaut im Darm häufig beeinträchtigt, wenn nicht genug Glutamin im Darm ist.

Dem Körper wichtige Aminosäuren zuführen

In bestimmten Situationen, wenn etwa ein Glutaminmangel durch Krankheit, extreme Stresssituationen oder durch ein Übertrainieren entstanden ist, kann die Zufuhr von Glutamin dem Körper sehr helfen. So wurden bei Reizdarm-Patienten bereits positive Erfahrungen mit der Gabe von Glutamin gemacht. Aber auch auf Intensivstationen wurde die Wirkung von Nahrung, die mit Glutamin versetzt war, als sehr positiv beschrieben. Die Wundheilung, die Immunabwehr und die Energiegewinnung aus der Nahrung steigerten sich enorm. Für viele Patienten löste die Gabe von Glutamin eine erstaunliche Heilung und Genesung aus. Wenn man bedenkt, dass Glutamin für die Immunabwehrzellen und für die Zellen im Dünndarm die größte Energiequelle darstellt, dann ist die erfolgreiche Behandlung der Intensivpatienten eigentlich kein Wunder. Wo die Eigenproduktion des Körpers an Glutamin versagt, kann die Gabe der fehlenden Aminosäuren die Stoffwechselvorgänge wieder erfolgreich beleben.

Glutamin Darm

Reizdarm-Patienten und ähnlich Betroffene können auf Heilung hoffen

Es gibt noch sehr viele Zusammenhänge zu erforschen, aber für einige Patientengruppen versprechen die neuen Erkenntnisse schon sehr viel. Die Gabe von Glutamin Darm zeigt gute Ergebnisse in der Milderung der Beschwerden. Es lohnt sich auf jeden Fall ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt, ob eine Therapie auf Basis von Medikamenten dem Betroffenen etwas bringt. Manche Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel kann man auch selbst kaufen und die Wirkung testen. Es gibt am Markt schon einige Produkte, die in verschiedenen Dosierungen Glutamin enthalten.

Die Wissenschaft spricht von vielen Problemfeldern, wo die Gabe von Glutamin erfolgreich angewandt werden kann.

Immunschwäche, Gastritis, Zusatztherapie bei Krebsbehandlungen und Leaky-Gut-Syndrom sind nur einige. Diabetes, Übergewicht und Hochleistungssport sind ebenfalls im Gespräch für eine erfolgreiche Therapie mit Glutamin. Dabei sind Tagesdosen zwischen 5 und 10 Gramm vorgesehen, die man in mehreren Dosen verteilt über den Tag einnimmt und die keine Nebenwirkungen verursachen.

Worin die Aminosäure enthalten ist

Die Aminosäure kann man auch auf natürlichem Weg über die Nahrung zu sich nehmen. Gute Quellen für die Versorgung mit Glutamin sind Hülsenfrüchte, insbesondere Sojabohnen, aber auch Haferflocken, grüner Tee, Thunfisch, Karpfen und Garnelen. Wer diese Nahrungsmittel vermehrt in seinen Speiseplan einbezieht, kann schon damit leichte Beschwerden mildern. Für gesunde Menschen ist die Vorbeugung mit einer Nahrungsanpassung eine gute Idee. Bei der Krankenpflege oder bei der Pflege von Senioren kann man mit einer entsprechenden Kost auch einem Mangel vorbeugen.

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